Medienempfehlungen zum Thema Rechtsradikalismus

4690022 Kahlschlag, Deutschland, 105 min, 1993
Regie: Hanno Brühl nach einem Drehbuch von Dieter Bongartz, zeichnet ein realistisches Bild vom Abdriften eines Jugendlichen in die Neonazi-Szene. Auch zwölf Jahre nach seiner TV-Erstausstrahlung ist der Film immer noch gefragt. Die DVD-Fassung erweitert das Bonus-Material durch Filminterviews zum Stichwort „12 Jahre später“ mit dem Autor, dem Regisseur und dem Hauptdarsteller. Weitere Infos zum Film


4249118 Jörg Fischer - ein DVU-Aussteiger berichtet, 2001, 8 min f
13 Jahre alt war Jörg Fischer, als er für die rechtsradikale Szene »angeworben« wurde. Er legte sich ins Zeug, schrieb Artikel und wurde mit 18 NPD-Mitglied. Werdegang eines Neonazis: er kam in den Kreis-, dann in den Bezirksvorstand, ging zur DVU und wurde schließlich Redakteur der »Nationalzeitung«. Dann stieg Jörg Fischer aus der rechten Szene aus. Jetzt erleben wir ihn als einen der wenigen Aussteiger aus der Neonazi-Szene, der sich offen zeigt und äussert. Er geht in Schulklassen und spricht über seine Erfahrungen mit totalitär funktionierenden Systemen. Und er spricht darüber, wie man ihnen die Stirn bieten kann. Nicht weggucken! Hingucken - um die inneren Werte eines Menschen zu erkennen!

4247995 Rechtsextremismus, 2001, 15 min
Wie kommt es, dass in den letzten Jahren Gewaltakte gegen Ausländer zunehmen? Ausgewählte Berichte von fremdenfeindlichen Anschlägen (Hünxe, Mölln und Rostock), Interviews mit Betroffenen, Freunden der Täter und Anführern der rechten Szene vermitteln einen wahrhaft beklemmenden Eindruck von Motiven, Zielen und Aktionen des Rechtsextremismus. Anschlägen, die Aussagen der Jugendlichen und das Gedankengut der rechten Gruppen werden bei den Schülerinnen und Schülern vermutlich Betroffenheit auslösen und erleichtern so die Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus.

4245970 Achtung Rattenfänger, 1996, 8 min

Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Kommunikation, sondern sie kann auch demagogisch eingesetzt werden, um andere zu manipulieren. Beispielsweise werden in Reden aus dem rechtsextremen Spektrum die eigentlichen politischen Ziele verschleiert. Die Ablehnung der Demokratie, von Ausländern und Minderheiten wird rhetorisch geschickt verpackt. Der Film "Achtung Rattenfänger" beschäftigt sich mit der kritischen Analyse dieser rechtsextremen Aussagen.

4202278 Terror und Tantiemen Über die neuen Strategien der Rechtsextremisten, 1998, 30 min
Der Film zeigt Dokumente aus dem "rechten" Lager sowie Statements von Experten dazu. Gesamtgesellschaftlich gesehen fristet rechtsextreme Ideologie nach Ansicht der Experten kein Nischendasein mehr. Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sind hoffähig geworden. Rechtsradikale, nationalistische und rechtspopulistische Parteien sind Bestandteil des politischen Lebens in Europa.


4247813 Zecken, Glatzen und eine Lehrerin, Eine Spurensuche in Brandenburg, 1999, 45 min
Die Autorin: " Als ich vor 2 Jahren die 8 Filme sichtete, die ich zwischen 1980 und 1988 in der DDR gedreht hatte, war ich überrascht, wie weit entfernt sie von unserem heutigen Leben schienen, sie waren "Geschichte", obwohl nur so wenige Jahre vergangen waren. Ich habe die meisten der alten Protagonisten wieder gefunden, aufgesucht, ausgefragt. Erstaunliche, zum Teil traurige Geschichten erfuhr ich. Ich blieb hängen bei der Lehrerin Irene Engel, ihren alten und neuen Schülern, ihrer kleinen Stadt Brüssow, als Mikrokosmus des politischen Lebens der Provinz. Zu meiner Überraschung stieß ich zunächst auf mehr Mißtrauen und Vorsicht als vor 5 Jahren. Wollen Wessis allen Ernstes etwas von uns wissen? Ich hatte befürchtet, man hätte mir zu DDR- Zeiten ein potemkinisches Dorf vorgeführt. Irrtum. Ich habe den Film von damals gezeigt. Die Älteren hatten Tränen in den Augen, "ja so war es"- die Jungen haben gelacht. Viele hatten damals an den Sozialismus geglaubt. Jetzt hat man ihn abgeschworen, aber vom Westen ist man auch enttäuscht. Die Jungen spüren die Zwiespältigkeit der Alten. Viele setzen der Ratlosigkeit der Erwachsenen Wut entgegen, driften nach rechts. Mir hat es Angst gemacht." Ute Wagner-Oswald. Die Dokumentation ist eine filmische Nachforschung, die Vergangenheit und Gegenwart ehemaliger DDR Bürger und deren Kinder zu ergründen versucht.

4202781 Menschenrechte - Die Grundpfeiler der Demokratie, 2002, 18 min
Der Schutz der Menschenrechte ist ein zentraler Punkt unseres Grundgesetzes. Der Film zeigt an aktuellen Beispielen und Schicksalen, wie wichtig der staatliche Schutz der Menschenwürde und -rechte für den Einzelnen und die Gesellschaft sind. Entstehungsgeschichte der Menschenrechtsidee sowie Erläuterungen von Experten runden die Thematik ab, die sich als Argumentationshilfe in der Diskussion um Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus eignet.


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